Am 23.06.2011 um 16:14 Uhr schrieb jo
Die Bundeswehr - Der Arbeitgeber - Die Freiwilligen
\\\\\\\\\\\\\\\"Doch jeder Anfang ist schwer\\\\\\\\\\\\\\\"
(News4Press.com)
Wenn Ende Juni die 12.000 im Januar einberufenen Gundwehrdienstleistenden wieder gehen, könnte es „tatsächlich ein Problem geben“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Daher sei eine millionenschwere Werbekampagne für Mannschaftsdienstgrade geplant und im Radio bereits gestartet worden.
Derzeit gibt es gerade mal 7.000 Interessenten für einen solchen Freiwilligendienst, obwohl in den vergangenen Wochen alle 160.000 jungen Männer angeschrieben wurden, die ihre Schule beendet haben und bereits gemustert sind. Doch seit dem 1. März werden eben keine Rekruten mehr eingezogen, sondern nur noch Freiwillige zum Dienst herangezogen.
Die Resonanz ist bislang überschaubar: Zum 1. März konnten 1.255 Freiwillige einberufen werden. Neben 875 Grundwehrdienstleistenden, die sich für einen sechsmonatigen Wehrdienst entschieden haben, kamen 380 freiwillig Wehrdienstleistende. Sollte dieser Trend bei den nächsten Einberufungsterminen am 1. April und 1. Mai anhalten, wird um die Einsatzfähigkeit ganzer Einheiten gefürchtet.
Kritik kommt deshalb vom Deutschen Bundeswehrverband, nach dessen Auffassung die Umstellung viel zu früh erfolgte. Denn noch ist das Wehrrechtsänderungsgesetz, mit dem die Wehrpflicht ausgesetzt wird und das die Anwerbungsprämien regelt, nicht im Bundestag beschlossen. Noch existiert das Attraktivitätsprogramm mit seinen 82 Maßnahmen nur auf dem Papier. (hb)
„Ich freue mich, meine eigenen Erfahrungen mit der Bundeswehr zu machen“, so Marcel Thiedemann. Er ist einer der ersten 35 jungen Männer, die freiwillig ihren sechsmonatigen Grundwehrdienst in Kastellaun ableisten. Ab dem 1. März werden Wehrpflichtige nur noch auf eigenen Antrag zum Grundwehrdienst einberufen. Deutschlandweit sind an diesem Tag 1.255 Freiwillige zum Dienst in den Streitkräften angetreten.
In Kastellaun wird Thiedemann mit weiteren 125 jungen Männern und einer Frau seine ersten Schritte in der Bundeswehr gehen. In der 7. Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons 282 erlernen sie zwei Monate die Grundkenntnisse, die ein Soldat für seinen täglichen Dienst benötigt. Von den Rechten und Pflichten eines Soldaten, politischer Bildung bis zum Schießen, die Basisausbildung ist anstrengend und herausfordernd. Doch die Rekruten haben sich ganz bewusst für einen Dienst in der Bundeswehr entschlossen.
„Alle die hier sind, haben sich für die Zeit bei der Bundeswehr entschieden. Gezwungen wurde keiner von Ihnen“, so Hauptmann Torsten Kopf, Chef der Grundausbildungskompanie. 127 haben die Chance genutzt, sich selbst ein Bild von der Bundeswehr zu machen. Entweder als Freiwillige Grundwehrdienstleistende, als
Freiwillige Wehdienstleistende oder als Zeitsoldat. „Ich wollte die sechs Monate bei der Bundeswehr machen, denn ich will mich den Herausforderungen stellen und Selbstdisziplin erlernen“, so Marcel Thiedemann. „Ob ich nach den sechs Monaten bei der Bundeswehr bleibe, weiß ich noch nicht. Aber ein Interesse weiterzumachen besteht ganz sicher“.
Auch andere Gründe sprechen für die Bundeswehr als Arbeitgeber. „Während meiner Dienstzeit, kann ich mich gezielt weiterbilden. Das werde ich sicherlich nutzen“, so Steve Speicher. Er hat sich gleich für zwölf Monate bei der Bundeswehr entschieden. „Vor allem ist der Dienst etwas ganz besonderes. Diese Abwechslung und Herausforderung bietet kein anderer Arbeitgeber“, sagt Jens Knobloch, der eine Weiterverpflichtung fest im Blick hat.
Der freiwillige Wehrdienst bietet für die Bundeswehr eine gute Möglichkeit, die jungen Frauen und Männer vom attraktiven Arbeitgeber Bundeswehr zu überzeugen. Die Ausbilder in der 7. Kompanie wollen ihr bestes dafür geben. „Durch unsere abwechslungsreiche und fordernde Ausbildung wollen wir die jungen Leute auf die Bundeswehr als Arbeitgeber aufmerksam machen“, so Kopf. „Wir sind uns sehr bewusst, dass wir der erste Kontakt mit der Bundeswehr sind. Das wollen wir nutzen, und ein erstes positives Bild abgeben“, so Kopf weiter. Und dies mit großem Erfolg: 85 Prozent, die nach ihrer zweimonatigen Basisausbildung weiterhin in der Kompanie geblieben sind, haben sich weiter verpflichtet.
Doch jeder Anfang ist schwer. Der Anreisetag begann für die neuen Rekruten erstmal mit Papierkrieg. Im Anschluss wurden die Soldaten in Gruppen und auf die verschiedenen Stuben aufgeteilt. Kurz danach wurden bereits die ersten Ausbildungsinhalte vermittelt. Bettenbau und das richtige Antreten vor den Stuben standen dann auf dem Ausbildungsplan. Nachdem sich die Soldaten das erste Essen bei der Bundeswehr schmecken ließen, galt es noch den ersten Teil der persönlichen Ausrüstung zu empfangen. So war dann auch der erste Tag beendet und der Start in eine mögliche Karriere bei der Bundeswehr war geschafft.
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http://www.stadt-kastellaun.de/
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Johannes Schumacher
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